47 Terz! – Friedemann Tischmeyer im Interview zum Thema Loudnesswar und R128

Heute sind bei Terz! zu Gast der Komponist für Medien,  Johannes Hubner und der Mastering Engineer Friedemann Tischmeyer, der sich für mehr Dynamik in aktuellen Musikproduktionen und Rundfunkübertragungen einsetzt. Durch die Sendung führt Markus Fiedler.

Das Thema „Loudnesswar“ oder auch „Lautheitskrieg“ hat uns schon mehrfach am Rande anderer Sendungen beschäftigt. Der Lautheitskrieg umschreibt die Tatsache, dass neue Musikaufnahmen immer stärker komprimiert sind. Die Pegel von leisen und lautetn Stellen in einem Musikstück werden mittels sogenannter Loudnessmaximizer (welche eine besondere Form von Limmitern bzw.  Kompressoren darstellen) angeglichen und so verbleibt im Extremfall einen Rest von weniger als 3dB an Dynamik. Diese Aufnahmen sind nicht mehr genießbar, sondern – im Gegenteil – ermüden sehr rasch den Hörer.

Trotzdem beharren immer noch weite Teile der Musikindustrie auf dem Kompressionswahn und nehmen billigend in Kauf, dass durch einen derartig massiven  automatisierten Dynamikeingriff sehr teuere Musikproduktionen drastisch an Klangqualität und damit an Wert verlieren.

R128 , auch von Friedemann Tischmeyer maßgeblich initiert, beschreibt ein Verfahren, was ähnlichen Lautheitswahn im Bereich der Fernsehsendungen aller Sender der EBU (Europäische Rundfunk Union) seit nunmehr fast einem Jahr effektiv unterbindet. Zu R128 gibt es bei Terz bereits eine Sendung welche das Verfahren vorstellt:  Sendung 21 – Die EBU und die Loudness.

Viel Spaß mit 58 Minuten spannender Unterhaltung in bester Audioqualität.

 

2 thoughts on “47 Terz! – Friedemann Tischmeyer im Interview zum Thema Loudnesswar und R128”

  1. Hi,
    endlich mal einen durchweg informativer Pod zu diesem Thema. Gut zu hören!

    Ich kaufe mir schon gar keine CDs mehr, weil die alle nur noch LAUT sind. Alles brüllt einen an. Da kann man doch nichts mehr genießen. Super! Ich habe euren Podcast in meine Bookmarks aufgenommen!

    Grüße, Marius

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